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Quelle: Deutsche Börse AG

Same-Day-Settlement (SDS)

Das Abwicklungsunternehmen Clearstream zum Beispiel reguliert Aufträge zwischen Geschäftspartnern noch am gleichen Tag, sofern die Aufträge bis 10 Uhr per belegloser Datenübertragung bei ihm eingehen.

Schaltergeschäft

Synonyme: Tafelgeschäft, Zug-um-Zug-Geschäft

Schatz-Future

Der Schatz-Future wird an der Eurex® gehandelt. Grundlage des Kontraktes ist eine aus einem Korb lieferbarer Anleihen berechnete, fiktive Anleihe mit einem Kupon von sechs Prozent. Die Restlaufzeit der lieferbaren Anleihe liegt zwischen 1,75 und 2,25 Jahren. Der Kontraktwert beträgt 100.000 Euro.

Schlusskurs

Bisher hatten die Skontroführer an der FWB® Frankfurter Wertpapierbörse als letzten Preis des Handelstages einen Schlusskurs festzustellen, soweit dies die Orderbuchlage ermöglichte. Seit dem 3. November 2003 beginnt die Feststellung der Schlusspreise für in DAX® enthaltene Werte auf dem Frankfurter Parkett ab 19.55 Uhr, für die restlichen Werte schon ab 19.30 Uhr; nach diesen Zeitpunkten ist eine variable Preisfeststellung nicht mehr zulässig.

Im elektronischen Handelssystem Xetra werden die Schlusspreise ab 17.30 Uhr im Rahmen einer Schlussauktion festgestellt.

Der Barausgleich bei Optionsscheinen wird aus dem jeweiligen Schlusspreis des Basiswerts berechnet.

SDAX

SDAX® startete am 21. Juni 1999. Er umfasst die 50 nach Marktkapitalisierung und Börsenumsatz größten Unternehmen der klassischen Branchen unterhalb der MDAX-Werte. Der Index wird als Kurs- und Performance-Index von der Deutschen Börse berechnet. Basis der Berechnung ist der 30. Dezember 1987 mit einem Wert von 1.000 Punkten.

Die Indexzusammensetzung wird üblicherweise halbjährlich überprüft und mit Wirkung zum März und September angepasst. Kriterien für die Gewichtung der Aktien in SDAX sind: Börsenumsatz und Marktkapitalisierung auf Basis des Streubesitzes sowie Branchenrepräsentativität. Über Veränderungen in SDAX entscheidet der Vorstand der Deutschen Börse. Er wird dabei vom Arbeitskreis Aktienindizes beraten.

Second Quotation Board

Im Second Quotation Board werden alle Unternehmen einbezogen, deren Aktien bereits an einem anderen internationalen oder nationalen Handelsplatz zugelassen oder einbezogen wurden und die die Einbeziehung in den Open Market beantragen.

Verwandte Begriffe
First Quotation Board

Secondary Purchase

Auf diesem Weg trennen sich Venture-Capital-Fonds von Beteiligungsunternehmen, deren Entwicklung nicht planmäßig verläuft und die sonst komplett abgeschrieben werden müssten. Teilweise werden auch ganze (Rest-)Portfolios von Venture-Capital-Gesellschaften veräußert, bei denen eine Anschlussfinanzierung nicht gesichert ist. Generell übernimmt der Käufer meist Beteiligungen, die schon in einem reiferen Stadium sind, und vermeidet somit die risikoreichere Frühphase der Finanzierung. Für das Startup ist ein Secondary Purchase meist mit erheblichen Risiken verbunden, zuweilen aber gleichzeitig die einzige Überlebenschance.

Seed-Phase

Die Seed-Phase ist die erste Phase einer Unternehmensgründung. Sie ist gekennzeichnet durch die Umsetzung einer Geschäftsidee, die Erstellung eines Geschäftskonzepts und die Herstellung erster Prototypen. Gründungsunternehmen haben in dieser Phase zumeist einen hohen Kapitalbedarf, da noch keine Umsätze generiert werden.

Sekundärmarkt

Synonym: Umlaufmarkt; Gegensatz: Primärmarkt. Im Sekundärmarkt werden Wertpapiere gehandelt und übertragen. Wichtige Eigenschaften eines Sekundärmarktes sind daher eine hohe Liquidität und Transparenz.

Die Sekundärmarktfähigkeit eines Wertpapiers am Kassamarkt wird durch das Börsengesetz und die Börsenordnung geregelt. Für ausländische Finanztitel kann sie durch Hinterlegungszertifikate (ADRs, GDRs) erreicht werden.

Selbstemission

Eigenemissionen werden zumeist von Unternehmen durchgeführt, die bereits über Geschäftsbeziehungen zum Anlegerpublikum und über ein ausgebautes Absatzsystem für den Verkauf der Emission verfügen - also i. d. R. Banken und Versicherungen. Im Vergleich zu einer Fremdemission, bei der das Unternehmen seine Aktien über ein Konsortialkonsortium platziert, ist die Eigenemission kostengünstiger. Problematisch ist die Emissionsart jedoch bei einer internationalen Platzierung oder einem großen Emissionsvolumen. Zumindest der letztgenannte Fall kann das emittenteneigene Absatzsystem schnell überfordern. Daher wird bei der Eigenemission immer öfter das Internet zur Platzierung genutzt. Eine Eigenemission wird oft durchgeführt, wenn sich das Unternehmen bereits mit einem Großinvestor über den Verkauf der Emission einigen konnte (Privatplatzierung). Synonyme: Eigenemission

SENSIS

SENSIS generiert objektive Risikokennzahlen, die Investoren bei Anlageentscheidungen unterstützen können. Dazu werden die im Portfolio enthaltenen Kernrisiken, d.h. die Abhängigkeit einer Position zur Entwicklung von Aktienmärkten, Rohstoffpreisen, Wechselkurse o.ä. aufgezeigt. Investoren sehen auf einen Blick, mit welchen Märkten ihr Portfolio korreliert und zu welchen Märkte es sich gegenläufig verhält. In den Risikokennzahlen wird außerdem die Diversifikation transparent. Anleger können heraus lesen, gegen welche Risiken sie sich absichern sollten.

Sensitivität (Optionsscheine)

Die wichtigsten Sensitivitäten sind: Delta, Gamma, Rho, Theta und Vega.

Settlement

Abschluss und Erfüllung eines Börsengeschäfts, d. h. Austausch von Handelsobjekt und Geldgegenwert.

Shareholder-Value

Das Shareholder Value-Konzept ist eine Unternehmensstrategie, bei der in einer börsennotierten Gesellschaft Maßnahmen im Vordergrund stehen, die dazu dienen, den Anteilseignernutzen zu erhöhen oder, konkreter, den Unternehmenswert im Sinne des Marktwertes des Eigenkapitals und damit das Aktionärsvermögen zu steigern. Der Unternehmenswert ergibt sich dabei nicht aus dem Gewinn, sondern aus den künftigen Zahlungsströmen des Unternehmens.

Sharpe Ratio

Die Sharpe Ratio, benannt nach dem Wirtschaftswissenschaftler William F. Sharpe, misst die Mehrrendite eines Fonds über die sichere Anlage pro Risikoeinheit. Liegt die Sharpe Ratio über eins, hat das Wertpapier eine Mehrrendite erzielt. Bei einem Ergebnis zwischen null und eins liegt die Rendite über der Geldmarktverzinsung, entspricht jedoch nicht dem kalkulierten Risiko. Bei einer negativen Sharpe Ratio erreicht die Rendite des Wertpapiers nicht die einer risikolosen Geldmarktanlage.

Das Risiko wird mit der Volatilität, dem Maß für die Schwankungsbreite eines Wertpapierkurses oder Index um seinen Mittelwert in einem festen Zeitraum berechnet.

Short Position

Gegensatz: Long Position.

Sicherheitspuffer

Der Sicherheitspuffer wird in Prozent angegeben und gibt an, wie weit der Kurs von der unteren Kursschwelle entfernt. Er entspricht also dem Verlust, den der Basiswert machen kann, bevor die Sicherheitsschwelle erreicht und damit die Sicherheitskomponenten des Zertifikats unwirksam werden.

Mehr zu den Produkttypen

Skontroführer

Skontroführer stellen im börslichen Präsenzhandel das Bindeglied zwischen Käufer und Verkäufer eines Wertpapiers dar. Dabei ist für jedes Wertpapier nur ein Skontroführer zuständig.

Laut Börsenordnung sind Skontroführer bei der Preisfeststellung gehalten, diejenigen Aufträge zu berücksichtigen, die bis zum Beginn der Preisfeststellung vorliegen. Die Skontroführer führen zu diesem Zweck ein Orderbuch (Skontro), also eine Bestandsliste, in der alle Kauf- und Verkaufsaufträge vermerkt sind.

Auf Basis dieser Auftragsdaten und ggf. unter Berücksichtigung eines Referenzmarktes bilden Skontroführer den Preis. Bei Anlage- und Hebelprodukten orientieren sie sich an den Emittentenquotes.

Das Preisfeststellungsverfahren der Skontroführer wird von den Handelsüberwachungsstellen (HÜSt) der jeweiligen Börse überwacht. Zurzeit sind 15 Skontroführer für alle Werte im Präsenzhandel der Börse Frankfurt zuständig.

SMAX

Das Börsensegment SMAX wurde im Zuge der Neusegmentierung des Aktienmarktes zum 31. Dezember 2003 aufgelöst. Von den SMAX-Unternehmen wechselte jeweils rund die Hälfte in Prime und General Standard. Der SDAX-Index hat den SMAX-All-Share-Index als Barometer für Unternehmen mit geringerer Börsenkapitalisierung abgelöst.

Sonstige Anlageprodukte

Index-Zertifikate folgen in ihrer Entwicklung dem zugrunde liegenden Index eins zu eins – sowohl bei steigenden als auch bei fallenden Kursen

Reverse-Index-Zertifikate Bei einem Investment in diesen Typ, auch Short- oder Bear-Zertifikate genannt, setzen Anleger explizit auf sinkende Aktienkurse. Fällt also der zugrunde liegende Index, gewinnt das Zertifikat an Wert.

Sonstige Zertifikate

In dieser Kategorie sind Zertifikate aufgeführt, die von den gängigsten Produkttypen abweichen. Während etwa Index-Zertifikate der Entwicklung eines zugrunde liegenden Index eins zu eins folgen – sowohl bei steigenden als auch bei fallenden Kursen, setzen Anleger bei einem Investment in Reverse-Index-Zertifikate, auch Short- oder Bear-Zertifikate genannt, explizit auf sinkende Aktienkurse. Fällt also der zugrunde liegende Index, gewinnt das Zertifikat an Wert.

Spanne

Die Geld-Brief-Spanne wird im offenen Orderbuch von Xetra® veröffentlicht und im Präsenzhandel ausgerufen. Je enger die Geld-Brief-Spanne ist (also je kleiner die Prozentzahl), desto einheitlicher ist die Einschätzung der Marktteilnehmer hinsichtlich des Werts einer Aktie.

Die Geld-Brief-Spanne ist ein verbreitetes Maß zur Bewertung der Geld- und Kapitalmarkteffizienz, da bei engen Spannen die Marktliquidität hoch und die Transaktionskosten niedrig sind.

Synonyme: Geld-Brief-Spanne, Spread

Sparerfreibetrag

Einkünfte aus Kapitalvermögen (Zinsen, Dividenden usw.) sind inklusive Werbungskostenpauschbetrag bei Ledigen bis zu einer Höhe von 801 Euro, bei Verheirateten bis 1.602 Euro pro Jahr steuerfrei. Einkünfte, die über dieser Summe liegen, unterliegen der Abgeltungssteuer.

Spekulationsfrist

Die Spekulationsfrist bestand in Deutschland bis Ende 2008 und betrug 12 Monate. In diesem Zeitraum unterlagen Gewinne aus dem An- und Verkauf von Wertpapieren der Einkommensteuer. Mit Installierung der Angeltungssteuer ab 2009 sind Gewinne unabhängig von der Haltedauer eines Wertpapiers steuerpflichtig geworden.

Spekulationsgewinn

Gewinn aus dem An- und Verkauf von Wertpapieren

Spezialfonds

Spezialfonds werden von einer begrenzten Anzahl von Anteilseignern gehalten, i. d. R. sind dies institutionelle Investoren. Die Anteile dürfen nur mit Zustimmung der Kapitalanlagegesellschaft übertragen werden. Die Anlagepolitik des Fonds richtet sich nach den individuellen Bedürfnissen der Anteilseigner. Die Fondsanteile werden ohne Ausgabeaufschlag ausgegeben.

Spezialitätenfonds

Im Vergleich zu klassischen Investmentfonds haben Spezialitätenfonds aufgrund ihrer fokussierten Anlagepolitik ein höheres Risiko. Sie eignen sich für Anleger, die gezielt in bestimmte Branchen investieren wollen.

Spitzenrefinanzierungsfazilität (SRF)

Als Preis für die Inanspruchnahme der SRF zahlen die Geschäftsbanken den von der Zentralbank vorgegebenen Spitzenrefinanzierungssatz (SRS). Die SRF stellt somit ein wichtiges geldpolitisches Instrument der EZB dar. Sie ersetzte in ihrer Funktion die Lombardpolitik der Deutschen Bundesbank.

Spotmarkt

In Deutschland beträgt dieser Zeitraum zwei Börsentage. Der Kassamarkthandel an der FWB Frankfurter Wertpapierbörse wird sowohl an der traditionellen Präsenzbörse als auch im elektronischen Handelssystem Xetra abgewickelt. Gegensatz: Terminmarkt Synonyme: Effektivmarkt, Kassabörse, Kassamarkt, Lokomarket

Spread

Die Geld-Brief-Spanne wird im offenen Orderbuch von Xetra® veröffentlicht und im Präsenzhandel ausgerufen. Je enger die Geld-Brief-Spanne ist (also je kleiner die Prozentzahl), desto einheitlicher ist die Einschätzung der Marktteilnehmer hinsichtlich des Werts einer Aktie.

Die Geld-Brief-Spanne ist ein verbreitetes Maß zur Bewertung der Geld- und Kapitalmarkteffizienz, da bei engen Spannen die Marktliquidität hoch und die Transaktionskosten niedrig sind.

Synonyme: Geld-Brief-Spanne, Spanne

Squeeze-out

Laut § 327a Aktiengesetz hat der Mehrheitsaktionär, der mindestens 95 Prozent der Stimmrechte auf sich vereinigt, das Recht, die restlichen Aktionäre auszuschließen; sie müssen dann ihre Aktien gegen Barabfindung an den Hauptaktionär übertragen.

Stammaktie

Gegensatz: Vorzugsaktie. Stammaktien sind die dominierende Aktiengattung im deutschen Börsenwesen. Zu den darin verbrieften Aktionärsrechten gehören insbesondere:

das Recht auf Zahlung einer Dividende

das Stimmrecht, Auskunfts- und Rederecht in der Hauptversammlung

das Bezugsrecht bei der Ausgabe junger Aktien

das Auskunftsrecht

das Recht auf Anteil am Liquidationserlös

Die im Börsenhandel übliche Abkürzung für Stammaktien ist „Stämme“.

Standardabweichung

Anhand der Standardabweichung lässt sich - unabhängig von der Marktentwicklung - das Gewinn- oder Verlustpotenzial einer Aktie abschätzen. Dabei wird unterstellt, dass die vergangenheitsbezogenen Werte auch für künftige Entwicklungen Gültigkeit haben. Da die Kennzahl die zukünftig zu erwartende Veränderung eines Wertes ausdrückt, ist sie bei der Bestimmung von Optionspreisen von besonderer Bedeutung. Synonym: Volatilität

Startup-Phase

Gründungsunternehmen haben in dieser Phase zumeist einen hohen Kapitalbedarf, da noch keine Umsätze generiert werden.  

Startup-Unternehmen

Startup-Unternehmen befinden sich noch im Aufbau und haben ihre Produkte noch nicht in großem Umfang vermarktet.

Sternchen * (Kurszusatz)

Kurszusätze sind Kürzel, die im Präsenzhandel dem Kurs hinzugefügt werden. Sie geben an, wie die jeweilige Auftragslage bei der Preisfeststellung berücksichtigt werden konnte. Diese Information ist Teil der Tickdaten. Sternchen (*) als Kurszusatz steht dafür, dass kleine Beträge ganz oder teilweise nicht gehandelt werden konnten.

Stillhalter

Ein Stillhalter liefert bei der Ausübung einer Option entweder Geld oder Wertpapiere. Für sein „Stillhalten“ erhält er als Entgelt den Optionspreis (Optionsprämie). Je nach Optionsart unterscheidet man zwischen Stillhalter in Geld und Stillhalter in Wertpapieren.

Der Stillhalter in Geld ist der Verkäufer einer Verkaufsoption (Put-Option). Er ist verpflichtet, bei Ausübung der Option durch den Optionsinhaber innerhalb der Optionsfrist den Basiswert zum vereinbarten Basispreis zu kaufen.

Der Stillhalter in Wertpapieren ist der Verkäufer einer Kaufoption (Call-Option). Er ist verpflichtet, bei Ausübung der Option durch den Optionsinhaber innerhalb der Optionsfrist den Basiswert zum vereinbarten Basispreis zu liefern.

Stop-Buy-Order

Bei einer Stop-Buy-Order wird ein Wertpapier gekauft, sobald der Kurs eine bestimmte Grenze überschritten hat. Ein Motiv dafür könnte sein, dass ein Anleger eine Aktie erst dann kaufen will, wenn sie bereits von anderen Investoren an der Börse "entdeckt" worden ist oder das Wertpapier einen technischen Widerstand durchbrochen hat.

Stop-Limit-Order

Auftrag zum Kauf oder Verkauf, sobald das vorgegebene Preislimit (Stop-Limit) erreicht ist.

Stop-Loss-Order

Mit einem Stop-Loss-Limit kann ein Aktionär Verluste bei einem Kursrutsch begrenzen: Das Wertpapier wird ab der angegebenen Untergrenze sofort verkauft. Der Vorteil einer Stop-Loss-Order ist, dass der Anleger den Kurs einer Aktie nicht ständig verfolgen muss.

Stop-Loss-Schwelle

Stop-Loss-Schwellen bei Hebelprodukten stellen eine Barriere dar. Wenn der zugrunde liegende Basiswert diese Barriere über- bzw. unterschreitet, verfällt der Knock-out-Schein. Es wird jedoch, anders als bei einem Knock-out-Produkt ohne Stop-Loss-Schwelle, ein geringer Restwert zurückgezahlt.

Stop-Market-Order

Auftrag zum Kauf oder Verkauf, sobald ein bestimmter Kurs erreicht ist.

Stop-Order

Mit Stop-Orders legen Anleger bei Orderaufgabe fest, dass ihre Order erst dann ausgeführt wird, wenn ein bestimmter Preis (Limit) erreicht, über- bzw. unterschritten wird. Der Vorteil ist, dass der Anleger den Kurs einer Aktie nicht ständig verfolgen muss.

Bei einem Kursrutsch können beispielsweise mit einem Stop-Loss-Limit in der Regel Verluste begrenzt werden: Die Wertpapierorder wird bei Erreichen oder Unterschreiten des Stop-Limits in eine unlimitierte Verkaufsorder (Bestens) umgewandelt und zur nächsten Preisfeststellung ausgeführt.

Umgekehrt verhält es sich bei einem Stop-Buy-Limit: Hier wird die Stop-Buy-Order nach Erreichen oder Überschreiten des Stop-Buy-Limits in eine Billigst-Order umgewandelt.

Bei Kapitalmaßnahmen, z. B. Dividendenzahlungen, erlöschen alle Stop-Orders im Orderbuch.

Stop-Sell-Order

Die Order tritt nur dann in Kraft wenn ein Wert zum Stop-Preis oder darunter gehandelt wird. Sie wird dann zu einer Bestens-Verkaufs-Order. Wenn Stop-Sell Order zur Verlustbegrenzung eingesetzt werden, bezeichnet man sie auch als Stop-Loss-Auftrag.

STOXX

STOXX Limited gehört der Deutsche Börse AG und der SIX Swiss Exchange. STOXX berechnet und verteilt die STOXX Indizes.

STOXX Europe 50

Der STOXX Europe 50-Index wurde Anfang 1998 von der Deutsche Börse AG zusammen mit der Pariser Börse und der Schweizer Börse sowie dem Unternehmen Dow Jones eingeführt. Er wird als Kurs- und Performance-Index in Euro und US-Dollar berechnet. Zeitliche Basis ist der 31. Dezember 1991 mit einem Wert von 1.000 Punkten.

Die Auswahlkriterien für die Zusammensetzung des Index sind die Marktkapitalisierung und der Börsenumsatz der europäischen Unternehmen.

Bis zum 1. März 2010 hieß der Index Dow Jones Stoxx 50.

STOXX Indizes

Stoxx Ltd. berechnet rund 300 Indizes. Dazu zählen auch der STOXX Europe 50, der die nach Freefloat Marktkapitalisierung größten Unternehmen Europas erfasst und der EURO STOXX 50, der die größten Unternehmen der Eurozone erfasst. Basis der Indexberechnung ist der 31.12.1991 mit einem Wert von 1.000 Punkten.

Neben den Bluechip-Indizes bietet STOXX regionale Indizes sowie Indizes für einzelne Wachstumssegmente oder Branchen.

Für die Aufnahme eines Unternehmens in einen Index ist zusätzlich zu dem indexspezifischen Kriterium die Marktkapitalisierung nach Streubesitz des Unternehmens entscheidend. Die Indizes werden als Kurs- und Performance-Indizes berechnet. Die dem Index zugrunde liegenden Aktien werden dazu in aktuelle Euro- bzw. US-Dollarpreise umgerechnet.

Streifbandverwahrung

Wertpapiere in Streifbandverwahrung werden getrennt von den Beständen der Bank und Dritter aufbewahrt. Streifbandverwahrt werden Wertpapiere, die nicht zur Sammelverwahrung durch eine Wertpapiersammelbank zugelassen sind, oder wenn der Hinterleger die gesonderte Aufbewahrung verlangt. Der Name des Eigentümers wird auf einem Papierstreifen o. ä. vermerkt, der die Wertpapiere umgibt. Mäntel und Bögen werden aus Sicherheitsgründen getrennt aufbewahrt. Entstehende Verwaltungskosten zahlt der Kunde. Der Vorteil der Streifbandverwahrung für den Kunden ist, dass er die eingelieferten Stücke wieder im Original erhält. Bei Streifbandverwahrung von Wertpapieren bleibt der Hinterleger Eigentümer seiner Stücke. Bestimmungen zu Streifbandverwahrungen sind im Depotgesetz § 2 vom 04.02.1937 und in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Bankengruppen geregelt. Gegensatz: Sammelverwahrung

Streubesitz

Synonym: Freefloat. Zum Streubesitz zählen alle Aktien, die nicht von Großaktionären (Anteil am Aktienkapital von über 5 Prozent) gehalten werden, also vom breiten Publikum erworben und gehandelt werden können. Je höher der Streubesitzanteil ist, desto höher ist in der Regel die Handelbarkeit einer Aktie.

Seit Juni 2002 werden die Werte in den Aktienindizes der Deutschen Börse nach Börsenumsatz und Marktkapitalisierung auf Basis des Streubesitzes gewichtet.

Strike price

Synonyme:  Ausübungspreis,  Basispreis, Bezugspreis, Exercise price

Stückaktien

Im Gegensatz zu Nennwertaktien, die auf einen bestimmten Betrag als Anteil am Grundkapital lauten (z. B. 5 €), verbriefen Stückaktien einen prozentualen Anteil am Grundkapital des Unternehmens. Auf der Urkunde weisen Stückaktien nicht die Beteiligungsquote aus, sondern lediglich z. B. die Bezeichnung „Eine Aktie der Gesellschaft“. Dadurch wird die Berichtigung der Aktienurkunden aufgrund von Kapitalmaßnahmen vermieden. Die Beteiligungsquote einer Stückaktie kann anhand des in der Satzung ausgewiesenen Grundkapitals errechnet werden. Stückaktien wurden in Deutschland erstmals 1998 eingeführt.

Stützungskäufe

Wertpapierkäufe mit dem Ziel, ein Kurs- oder Zinsniveau zu halten bzw. einem Verfall entgegenzuwirken.

Swap

Zins- und Währungsswaps sind eine Möglichkeit, kostengünstig Fremdkapital aufzunehmen. Beim reinen Zinsswap tauschen zwei Schuldner unterschiedlicher Bonität Zinszahlungsverpflichtungen. Diese Verpflichtungen lauten auf dieselbe Währung. Wesentlich ist hierbei, dass die auf den gleichen Ausgangsbetrag zu leistenden Zinsen unterschiedlichen Zinsberechnungen (fest vs. variabel) unterliegen. Außerdem dürfen durch den Swap keine gegenseitigen Kapitalforderungen entstehen. Der Sinn eines Swapgeschäfts liegt darin, einen Bonitätsvorteil gegen entsprechende Honorierung abzugeben. Die eine Seite erhält für die Weitergabe ihrer Bonität einen Gegenwert, die andere Seite profitiert von geringeren Zinszahlungen. Ähnliches gilt bei Währungsswaps: Hier lauten die zu tauschenden Verbindlichkeiten auf verschiedene Währungen.

Switch

Bei einem Switch werden Wertpapiere, deren Aussichten als schlecht beurteilt werden verkauft. Die Erlöse werden dann in Anlagen investiert, deren Aussichten günstiger eingeschätzt werden. Dieser Kauf und Verkauf findet gleichzeitig zwischen zwei Kontrahenten statt.

Synthetische Anleihe

Synonym: Notional Bond. Synthetische Anleihen ermöglichen den Vergleich der Renditen von unterschiedlichen Anleihen. Dazu werden die Kuponzahlungen, Laufzeiten und Renditen so umgerechnet, dass die Anleihen zum Basiszeitpunkt denselben Wert haben.

Ein Beispiel für die Verwendung einer synthetischen Anleihe ist der Rentenindex REX®, der sich nicht aus den Preisen realer Anleihen errechnet, sondern aus synthetischen Anleihen. Diese werden v. a. im Terminhandel verwendet, wo Future-Kontrakte mit synthetischen Anleihen beliefert werden und die Lieferverpflichtung durch die Umrechnung einer realen Anleihe erfüllt wird.